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| Gesamtnote | 2,1 |
| Internetauftritt | 2,0 ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
| Service | 2,3 ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
| Preis | 1,9 ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
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16. Oktober 2010 um 17:40
Ich war schon bei mehreren Providern. Leider habe ich nur sehr schlechte Erfahrungen mit Hansenet und Alice gemacht. Schon bei der Aktivierung funktionierte der Link nicht, so dass ich gezwungen war über die kostenpflichtige Hotline ca. 45 Minuten zu telefonieren, bis ich mit einem Mitarbeiter verbunden wurde, welcher mir tatsächlich helfen konnte.
Ein Hauptgrund mich für Alice zu entscheiden war die kurze Kündigungsfrist von 4 Wochen. Da ich umgezogen bin, hatte ich bei Alice 3 Monate vor dem Termin (also übermäßig fristgerecht) zum Zieltermin gekündigt. Das hat aufgrund von menschlichen Versagen der Alice Mitarbeiter nicht funktioniert. Ich bekam eine Kündigungsbestätigung zum Folgemonat (2 Monate zu früh). Da ich den Anschluss aber noch dringend gebraucht hätte, habe ich wiederum die Hotline genutzt. Der Mitarbeiter versicherte mir, dass dies kein Problem sei und er die Abschaltung zum korrekten Zeitpunkt veranlassen würde. Das hat nicht funktioniert der Anschluss wurde verfrüht abgeschalten und ich bekam nochmal eine Kündigungsbestätigung für den verfrühten Termin.
Ein Jahr später war ich ziemlich entsetzt als Alice fast 300 Euro von meinem Konto abbuchte, obwohl ich kein Kunde mehr war. Wieder Hotline angerufen, wieder lange Wartezeiten gehabt. Der Mitarbeiter stellte fest, dass es ein technisches Problem seitens Alice gab und meinte ich solle die Lastschrift zurück geben. Gesagt, getan daraufhin folgten von Alice mehrere unschöne Briefe, in denen man mir mit gerichtlichen Konsequenzen und „weiteren Unannehmlichkeiten“ drohte. Für mich völlig unverständlich und total daneben. Natürlich gab es seitens Alice kein großes Verständnis für meinen Ärger und natürlich keine Entschädigung. Bei der kostenpflichtigen Hotline darf man sich noch vorwerfen lassen, dass man zu viel verlangt.
Das Produkt selbst war annehmbar. Die Geschwindigkeit war zwar nicht überwältigend, aber man hat zumindest DSL gehabt.
Letztendlich bin ich zu 1&1 gewechselt und sehr zufrieden.
Fazit für Alice: Sehr schlechter Service, katastrophale Orga, sehr viel technische Problem…Für mich absolut nicht in Betracht zu ziehen, einmal und nie wieder.
19. November 2010 um 01:17
Also ich kann mich der Meinung von John nur anschließen: anscheinend hat sich der Zusammengang von o2 und Alice negativ ausgewirkt, und bei Alice ist jetzt genauso ein Chaos, wie vorher schon immer bei o2(ich bin dort seit 1999 Kunde, und weiß, wovon ich spreche).
Ok, sicherlich ist Alice in den Vergleichen das günstigste Angebot – nominal. Wenn man aber die unzähligen Stunden in der kostenpflichtigen Telefonwarteschleife(die man natürlich bezahlen muss, und zwar nicht erst, wenn man mit einem menschlichen Mitarbeiter spricht) dazuzählt, kommt man sicherlich teurer. Früher hatte ich nie Probleme mit Alice, sogar ein Umzug hat hervorragend geklappt, wenn man mal davon absieht, dass Alice mir bei der Abschlussrechnung(nach insgesamt knapp 3 Jahren) zu unrecht Hardware im Wert von 30€ berechnet hatte und sich auch nicht vom Gegenteil überzeugen ließ. Sei’s drum. Aber was dieses Mal lief bzw. noch läuft, nachdem ich jetzt zwischenzeitlich wegen neuerlichem Umzug knapp 2 Jahre UMTS-Flat genutzt habe, und doch wieder auf einen Festnetzanschluss wechseln wollte, spottet jeder Beschreibung! Es tut mir leid, wenn es etwas langatmig ist, aber für alle, die sich ein bisschen mit DSL auskennen, als echter Praxistest, echt lesenswert:
1) am 11. September bestelle ich per Internet: ISDN+DSL-Flat mit einer \WLAN Home Box\(mit draft n), der für 49€ angeboten wird.
Am 7.11. bekomme ich eine Mail mit einem Hinweis auf meine PDF-Rechnung in der Alice Lounge. Die Rechnung datierte natürlich auf den 6.11. Aber dass bei Alice die Zeit relativ ist, war inzwischen sogar mir klar geworden. Gebucht wurden mir in der Rechnung nicht nur der Oktober, sondern auch bereits der komplette November. Da die Rechnung 78€ betrug(50€ Gutschriften waren bereits abgezogen), obwohl ich nur 5€ kostenpflichtige Gespräche hatte, von denen über 3,50€ Hotlinekosten waren, und ich auch sonst in meiner Alice Lounge verwirrende Dinge fand, wie diverse gebuchte Optionen(z.B. IPTV), was ich nie gebucht hatte, habe ich sofort noch in der Nacht, glaube es war am 9.11. Hotline angerufen, weil ich wissen wollte, wie das geht, wenn mein Angebot eigentlich 31€/Monat kostet, und ich nun für den ersten Monat bereits 78€ berappen muss, obwohl angblich laut Angebot alle Anschlusskosten 0 waren und nur 5€ Gespräche. Es kam doch glatt nach weiteren kostenpflichtigen 20 Minuten in der Warteschleife vom Alice-Mann der Spruch: \Naja, alles kann man halt auch nicht umsonst haben. Sie müssen halt einen Monat im Voraus bezahlen!\ Ich: \Wofür denn das eigentlich, das war früher nie!?\ Bei dem Telefonat wollte ich dann auch wissen, weshalb in der Alice Lounge jetzt Analog stünde, ich aber ISDN habe. Alice:\Ja, das hätte ich ja im September beauftragt.\ Ich: \Aber guter Mann, ich habe Ihnen doch am 07.10. geschrieben, dass jetzt alles wie gewünscht funktioniert.\ Er:\Die Anschaltung/Umschaltung erfolgt zum 18.11., da könne man jetzt nix mehr machen.\ Ich:\Na gut, solange es dann funktioniert…\(Ich hatte da schon weitere Probleme befürchtet).
2) Am 15.September bekomme ich einen Kontrollanruf eines Alice-Mitarbeiters, sich versichern sollte, ob ich im Internet auch alles richtig angekreuzt habe. Der Anrufer verwirrte mich leider vielmehr z.B. mit anderen Tarifoptionen(die man angeblich nur am Telefon bestellen könne), anstatt mir zu helfen. Ich frage genauer nach dem Router und werde auch hierin verunsichert, wo ich mir doch sicher war, welche Funktionen ich hätte haben wollen(ich hatte ja schon beim Anschluss von meinen Eltern so ein AVM-Gerät, das, nachdem ich meine Eltern auch zu Alice gewechselt hatte, nun mir zur Verfügung stand). Alice-Telefonist-Verkäufer: \Wir können nicht genau garantieren, welches Modell von unserem Zulieferer gesendet wird\. Ich schließe das Telefonat mit der Feststellung, ich würde mir das gerne nochmal genau im Internet ansehen, und nötigenfalls eine Mail schreiben, damit ich’s gleich schriftlich habe. Alice-Mann: \Das geht natürlich auch.\
3) Nach dem Blick auf die Alice-Homepage schreibe ich also eine Nachricht, dass ich gerne ein Alice IAD WLAN 3232 hätte, einen Router mit dem ich schon bei der Einrichtung des erwähnten Alice-Anschlusses meiner Eltern gute Erfahrungen gemacht hatte. Ich hätte gerne diesen Router(wenn ich unbedingt Hardware haben muss), da ich gerne auch noch das Fax anschließen würde, und S0 durchschleifen. Ich hätte gerne ein funktionsgleiches Gerät, oder alternativ gar keines. Antwort von Alice: \Was das Gerät könne, das man mir zuschicken wird, könne man mir nicht sicher sagen, und das mit dem Fax funktioniere aber sicher nicht beim ISDN-Anschluss.(noch einiges grundsätzliches DSL-Geplänkel, à la: der Splitter trennt Datensignale und Sprachsignale)\. Da ich aber sicher wusste, dass das mit meinem Router funktionieren würde, bestellte ich explizit die Hardware ab, wenn man mir nicht dieses bzw. das funktionsgleiche Gerät zuschicken könnte. Da ich durch die falsche digital-analog-Aufklärung nun auch noch dort verunsichert worden war, bestellte ich zum Analog-Anschluss um, da ich mir sicher war, dass so das Fax an meinem alten Router definitv funktionieren würde(eine schon an einem anderen Anschluss erprobte Konfiguration).
4) 16.09.: ich erhalte eine Email mit dem Anschalttermin 24.09. für Alice-Fun(es wird kein ISDN genannt), aber ich müsse da sein, um den Techniker zu empfangen. Ich antworte: \Geht nicht, da muss ich den ganzen Tag arbeiten! Und das sei auch das erste Mal bei meinen insgesamt etwa 10 DSL-Anschlüssen in verschiedensten Wohnung, dass ein Techniker Messungen vornehmen müsse.\ Alice: \Alternativtermin?\ Ich: 4.10.\ Witzigerweise kam dann Ende Oktober noch ein Anruf eines Telekom-Technikers, der mich nach der Vormierterin fragte, die ich Alice ja auch schon genannt hatte. Nachdem ich sie genannt hatte, sagte mir der freundliche Techniker, dass er dann ja nicht kommen müsse – und legte auf.
5) Zwischen Mitte und Ende September noch mehr Mailverkehr wegen der Hardware, die ich nicht möchte(Alice meint: \Wir schicken Ihnen in jedem Fall alle nötige Hardware\), und dem ISDN-Analogproblem. Alice: \Das Problem können wir nicht schriftlich lösen(warum? vertragliches immer schriftlich!), rufen Sie bitte die Hotline an.\ Ich wollte aber nicht schon bevor mein Anschluss funktionierte, eine kostenpflichtige Nummer anrufen. Also rief ich da ausnahmsweise mal nicht an. Von Alice kam kein Hinweis mehr, dass der Techniker nicht kommen würde. Und woher sollte ich wissen, ob dieser kurze Anruf von einer unterdrückten Nummer(siehe Punkt 4) auch verbindlich sei.
6) Die Anschaltung erfolgte faktisch dann erst am 07.10.(ich hatte meine eigene Hardware schon seit dem 03.10. angeschlossen und auch mit Telefon und Fax verbunden gehabt – auch die Zugangskennungen waren schon eingegeben – und am 07. leuchteten dann die Lämpchen). Natürlich war (wie bisher immer) kein Techniker da, trotzdem hatte ich offensichtlich alles richtig gemacht. Wäre es aber nach Alice gegangen, hätte ich 3 Tage umsonst in der Wohnung gewartet(so war es nur einer, der 4.10. – wie schriftlich vereinbart) – bescheid gegeben hatte mir seitens Alice niemand. Natürlich hatte man mir einen ISDN-Anschluss freigeschaltet, und keinen analogen, obwohl ich doch schon zwei Wochen vor der Anschaltung drum gebeten habe; naja – dank meines Speedport W900V und eines eigenen NTBA funktionierte alles wie gewünscht – sogar das FAX. Ich teile Alice dies sofort mit, und frage gleichzeitig, wohin ich die Alice-Hardware(die man mir nun doch wider Willen kostenpflichtig zugesendet hatte, und dann überhaupt nicht das, was ich wollte) schicken solle, damit ich nicht wieder am Ende eine unrechtmäßige Hardwarerechnung bekäme. Die Beantwortungszeiträume auf meine Mails sind seit der Anschaltung unermesslich. Man wird schier gezwungen(4 Wochen und mehr), die Hotline anzurufen, welche einem selten zufriedenstellend weiterhelfen kann(egal ob bei technischen Problemen, bei Fragen zu Leistungen und Optionen, oder zur Rechnung), und man sich logischerweise nach über 20 Minuten in einer kostenpflichtigen Warteschleife darüber ärgert.
7) Alice hat mir dann aber am 30.10. ein hochoffizielles Entschuldigungsschreiben geschickt, für mein Schreiben vom 12.10. – mit zwei Originalunterschriften. Das kam am 5.11. an. In diesem Schreiben hat man mir Gutschriften in Höhe von etwa 50€ zugesichert, für Unannehmlichkeiten und für Produktwechselgebühr. Ich dachte mir, ok, dafür, dass ich schon etwa 20 Stunden mich mit dem Verein(teils kostenpflichtig) rumgeschlagen hatte, einen kompletten Arbeitstag verplant hatte, etc., war das nur fair. Abgesehen macht Alice ja auch mit Gutschriften in genau dieser Höhe Werbung(Wechselboni, Aktionsprämien…).
9) Am 18.11. komme ich in die Wohnung, und der NTBA leuchtet nicht mehr – ok. Leider leuchtet aber auch die DSL-Kontrollleuchte nicht mehr. Ich schließe also den NTBA ab, und schleife direkt das Analogkabel zu Router durch. Und siehe da: wenigstens das DECT-Telefon funktioniert, sogar mit Nummer. Auch das Fax tut seinen Dienst. Nur das verfluchte Internet nicht mehr. Also gegen 16:30 Uhr angerufen: bemerke, dass ich die Warteschleifenmelodie wohl schon irgendwie vermisst habe – bin ja inzwischen fast konditioniert darauf(die Melodie verursacht schnell hohen Blutdruck). Leider wird die Ansage, wie toll die Alice-Lounge doch so sei, und was man da nicht alles einstellen und machen könne nicht wahrer dadurch, dass sie die Warteschleifenmelodie regelmäßig während der obligatorischen 20 Minuten(die allerdings richtigerweise als \Wartezeit über 5 Minuten\ von einer Computerstimme angekündigt werden) unterbricht. Erster Alice-Techniker, nachdem ich ihm die Situation in einer halben Minute dargestellt habe: \Wie können Sie nur unsere Hardware zurückschicken? Die brauchen wir jetzt!\ Ich:\Was für ein Quatsch! Es hat ja bisher auch einen Monat lang mit ISDN tadellos funktioniert. Bei meinem Gerät handelt es sich um ein handelsübliches ADSL2+-Modem mit WLAN Router, das im Übrigen, wie ich inzwischen herausgefunden habe, genauso wie viele Ihrer gelabelten Hardware-Komponenten von AVM hergestellt wurde.\ Alice-Mann:\Sie können doch auch nicht einen BMW zum VW-Händler bringen!\ Ich: \Warum denn nicht?\ Er:\ Sie können doch nicht einfach die Hardware zurück schicken, ohne dazu aufgefordert worden zu sein! Da muss ich sie Ihnen jetzt nochmal schicken.\ Ich: \Öh nein, bevor so ein ineffizienter Quatsch passiert, würde ich dann doch lieber die Reißleine ziehen, und den Anbieter wechseln.\ Er: \Wenn Sie meinen, müssen Sie das tun.\ Und legt auf – nachdem ich 25 Minuten auf Ihn in der Warteschleife gewartet habe!!!
10) Nachdem sich mein erster Ärger über diesen offensichtlichen Geldschneider gelegt hatte, versuchte ich es gegen 17:34 nochmal. Dabei erfahre ich dann gegen 18 Uhr, dass der erste Mitarbeiter mir nach Protokoll gegen 16:50 Uhr mitgeteilt haben will, dass ich nochmal per Handy anrufen solle, damit die Leitung getestet werden könne. Also rufe ich per Handy nochmal an – wieder 20 Minuten oder mehr. Aber ich komme an einen gnädigen Techniker. Ich schildere ihm die Situation, woraufhin er mir Anweisung gibt, das Telefonkabel auszustecken und dann einen Test durchlaufen lässt. Der Techniker: \Das hat ja jetzt sogar funktioniert.\ (Warum denn auch nicht???) Jedenfalls versichert er mir, dass er nun \die Techniker\ dran arbeiten lässt, und dass sie sich bei mir im Laufe des Abends (so bis 23 Uhr) melden würden. Nachdem ich um 22 Uhr aus der Uni/Bib kam, um zuhause (über Internet) weiterzuarbeiten, und sich aber noch keine DSL-Verbindung aufgebaut hatte, rief ich meine geliebte Hotline wieder an. Obligatorische 20 Minuten(schätzungsweise etwa 2€), und schon teilte mir ein kompetenter Mitarbeiter mit, dass es nun laut Protokoll ein \Ticket\ gäbe, und dass ich mich wohl noch so bis Mitternacht gedulden müsse. Leider geht es bis jetzt immer noch nicht(1:28 Uhr), obwohl ich gerne auf den Dokumentenserver in der Uni zugreifen würde.
Schluss: Ich bin also gezwungen, auf die UMTS-Flat, die ich schon wieder abbestellt habe, zurückzugreifen. Mich würde es nicht wundern, wenn ich dafür von Alice obendrein eine saftige Rechnung bekäme, obwohl sie es sind, deren Unzuverlässigkeit oder Unfähigkeit, eigene Versprechungen einzuhalten, mich dazu nötigt. Da ich offensichtlich ein geduldiger Mensch bin, lasse ich Alice noch etwas Zeit. Meine Bank habe ich aber jetzt schon angewiesen, dass falls kein nochmaliger Anruf erfolgt, die Alice-Lastschrift zum letztmöglichen Termin zurückgegeben werden soll. Und diesen Anruf werde ich natürlich nur tätigen, wenn mein DSL-Anschluss auch nutzbar ist. Denn die Telefonleitung nutze ich ja eigentlich eh nur, um die verfluchte Hotline anzurufen.
10. November 2011 um 12:44
Julia im Alice Wunderland – ein Sommermärchen oder doch schon bald eine Weihnachtsgeschichte?
Es war einmal ein kleines Mädchen namens Julia. Die lebte schon lange im Wunderland von Alice.
Das Wunderland war traumhaft und täglich freute sich das kleine Mädchen an ihrer Telefon Flatrate und ihrem DSL Anschluss. Julia wusste dass sie irgendwann nach ihrem Studium umziehen wollte und fand vor allem die 1 monatige Kündigungsfrist, die es sonst in keinem anderen Land, außer dem Alicewunderland gab, besonders spannend. Dafür zahlte Julia monatlich 31,90 EUR an das Staatsoberhaupt namens Alice. Nun schloss Julia irgendwann ihr Studium ab und zog nicht gleich in eine andere Stadt im Alicewunderland, sondern blieb erst mal da wohnen. Sie war weiterhin treuer Alice Kunde bis der Monat August des Jahres 2011 kam. Für das kleine Mädchen war es inzwischen Zeit beruflichen Veränderungen entgegen zu schauen und einen Umzug bekannt zu geben. Da Julia immer sehr glücklich im Alice Wunderland war, wollte sie auch gern hier bleiben und rief gleich darauf bei Alice an um ihr von ihren Umzugsplänen mitzuteilen. Alice war sehr freundlich. Da Julia ja nun auch schon sehr lange Kunde war, sollte sie einen neuen Vertrag bekommen, der sie weniger kosten sollte, dafür aber eine Mindestvertragslaufzeit von 12 Monaten beinhaltete. Dem willigte Julia gern ein, da sie vor hatte in der neuen Stadt zu bleiben und zum 1.9.2011 zog Julia nun endlich in ihren neuen Palast in die neue Stadt. Die telefonisch vereinbarten neuen Vertragdetails (geringere Kosten, Vertragslaufzeit von 12 Monaten) erhielt Julia NIE schriftlich. Einige Zeit später musste sie nur feststellen, dass in ihrem Online Account vollkommen andere Angaben gemacht wurden. Aber da Julia ja noch keinen Anschluss hatte, wollte sie dies später erst erfragen.
Mitte August hatte Julia ja mit Alice telefoniert und ihr den Umzug bekannt gegeben, Anfang September erhielt sie nun eine SMS, dass es Probleme mit dem Anschluss gab und sie Alice wieder anrufen sollte. Sie rief nun bei Alice auf einer kostenpflichtigen Hotline an und ärgerte sich bereits ein wenig dass es anscheinend nur für Neukunden einen kostenlose Hotline gibt. Die Mitarbeiter von Alice erklärten ihr dass die Leitung wohl noch durch den Vormieter besetzt schien und dass sie mit dem das klären sollte und dann wieder bei Alice anrufen sollte um den Termin bekannt zu geben wann die Leitung frei wäre. Zum Glück hatte Julia die Nummer des Vormieters des Palastes und rief den an. Dieser meinte dass sein Anschluss längst gekündigt wäre. Als das Mädchen das Alice mitteilte, gab Alice ihr zu verstehen, dass sie die Leitung wieder bei der Telekom anfragen müsste und dies erneut ca. 2 Wochen dauern würde.
Das Mädchen geduldete sich, nutzte derzeit ihr Handy zum Telefonieren und das Internet bei Freunden.
Nach ca. 2 Wochen erhielt sie wieder die SMS, dass es Probleme mit dem Anschluss gäbe. Wieder rief sie bei Alice an, wieder sagte man dass die Leitung besetzt wäre, wieder telefonierte sie mit dem Vormieter, der ihr versicherte bereits seit kurzem Telefon in seinem neuen Palast zu haben. Wieder rief Julia also bei Alice an, wieder wartete sie mal wieder in der gebührenpflichtigen Hotline, eh sie das dem Mitarbeiter mitteilen konnte. Wieder sagte man ihr sie solle ca. 2 Wochen warten da die Leitung erneut bei der Telekom angefragt werden musste.
Irgendwann war es dann endlich so weit. Nach zahlreichen Telefonaten, die für das arme Mädchen sehr teuer waren, hieß es am 2.11. (immerhin ca. 2,5 Monate nach Bekanntgabe des Umzuges) steht der Anschluss bereit. Das Mädchen freute sich sehr, denn endlich konnte sie all ihre Freunde und Verwandte in der Heimat anrufen, ihnen Emails schreiben und den Kontakt halten.
Am 2.11. folgte dann aber die Enttäuschung: Julia hatte sich genau informiert wie man alles richtig anschließen musste, aber weder Telefon noch DSL funktionierten. Also was tun? Am besten bei Alice anrufen. Die Nummer kannte das Mädchen mittlerweile auswendig. Hätte sie bei jedem Anruf die Namen des Mitarbeiters notiert hätte sich ihr Freundeskreis sicherlich potenziert, aber um ein Freund von Julia zu werden bedarf es etwas mehr als unkonkrete Aussagen und leere Versprechungen. Nachdem das Mädchen also wieder 2x 20 Minuten in der teuren Warteschleife hin und ihre Geschichte ein gefühltes 100 Mal erzählt hatte, wurde Sie endlich mit einem Techniker verbunden, der mit ihr Schritt für Schritt eine Prüfung des Anschlusses durchging. Als sie alle Möglichkeiten durchgegangen waren und es immer noch nicht funktionierte, bat der Herr am Telefon Julia darum in 3 Tagen einen Mitarbeiter der Telekom vorbeischicken zu dürfen, der in Julias Palast die Sache richten sollte, da anscheinend eine Leitung defekt schien.
Am 7.11.2011 war es dann endlich so weit. Julia hatte sich von Arbeit frei genommen, den Palast geputzt und war zeitig ins Bett gegangen um morgens Punkt um 8 fertig zu sein. Leider konnten die beiden keinen festen Termin ausmachen und Julia musste den ganzen Vormittag frei nehmen und auf den Mitarbeiter warten. Um 10.00 Uhr rief sie (mal wieder) bei ihrer Lieblings-Hotline an. Nach nur 10 minütiger Wartezeit der – ähm – erwähnte ich schon GEBÜHRENPFLICHTIGEN? – Hotline wurde ihr zugesichert, dass der Mann zwischen 8.00 und 12 Uhr bei ihr sein sollte. Als Julia dann um 12.00Uhr noch mal anrief (übrigens ca. 42 Cent/Minute) konnte man ihr leider auch nicht weiterhelfen (mal wieder). Julia musste arbeiten. Denn irgendwo muss sie ja auch das Geld verdienen was sie dann auf der Hotline wieder ausgeben kann.
Am Abend rief sie dann noch mal an und es hieß, dass der Anruf überflüssig wäre denn der Techniker hätte da wohl etwas “geprüft” aber Alice wartet noch auf ein detailliertes Feedback.
Am nächsten Tag, dem 08.11. erhielt Julia mal wieder die bekannte SMS “Bitte rufen Sie bei Alice an um einen neuen Technikertermin zu vereinbaren.” Stimmt ja. Der alte Termin wurde ja nicht eingehalten. Also rief das Mädchen wieder auf der Hotline (ich sagte schon dass diese was kostet, oder?) an. Der freundliche Mitarbeiter (kein Freund von Julia) meinte aber dass sie keinen Termin ausmachen sollten, sondern dass der Techniker sich bei ihr melden würde. Warum Julia dann so eine SMS bekommen hatte, wusste sie nicht und fragte nach. Sinn macht das nicht. Das meinte auch der Mitarbeiter, aber die hat wohl Alice oder der als Nachfolger des getöteten lybischen Diktators Gaddafi gehandelten Mutassim verschickt und er konnte nicht sagen welchen Sinn dann so eine SMS hätte, außer dass man noch mal 10 Minuten in der teuren Hotline hängt.
Julia war überrascht. Das wäre doch das erste Mal dass jemand sie (mal abgesehen von der SMS) kontaktieren wollte und fragte mehrmals nach. Man konnte ihr nicht versprechen dass dies noch am gleichen Tag passieren sollte, aber spätestens dann am nächsten und der Rückrufwunsch wurde auf “dringlich” vermerkt.
Der Tag verging und Julia hört leider nichts von Alice, dem Mitarbeiter oder der Telekom. Traurig ging sie abermals schlafen. Ihre Mutter sorgte sich schon, weil sie sie seit Wochen nur über das (ebenfalls teure) Handy erreichen konnte. Auf ausgiebige Gespräche mit Freunden in der Heimat musst Julia verzichten.
Am nächsten Tag, dem 09.11. dann eine erneute SMS: “Bitte rufen Sie bei Alice an um einen neuen Technikertermin zu vereinbaren.”
WTF??!?!?!
Langsam fand Julia es nicht mehr lustig. Sie wollte weg aus Alice Wunderland. Irgendwohin wo es schön ist und man sie als Kundin ernst nimmt, Service groß geschrieben ist und sie kompetent beraten wird.
Also rief sie erneut (ich denke jeder der das liest, weiß ja inzwischen wie teuer so ein Anruf ist) bei Alice an. Dem Herrn teilte sie gleich mit dass sie schon sehr verärgert wäre. Der Mann am Telefon war nett, aber auch kein Freund von Julia. Denn er meinte in seinem System zu lesen dass kein Technikertermin notwendig wäre, weil alles in Ordnung wäre.
“Ja und warum bekomme ich dann schon wieder so eine SMS von ihnen und warum funktioniert meine Telefon dann immer noch nicht?” frage Julia leicht verstört. “Keine Ahnung, aber ich verbinde sie gern mal mit einem unserer Techniker.” “Geht der dann wieder mit mir dieses Prüfungsprocedere durch welches wir schon am Anfang hatten?” “Ja so ist es.” Nach kurzem Überlegen entschied Julia, dass sie diesen beschwerlichen Weg, der nicht nur mit enormen Kosten, sondern auch mir keinem zufriedenstellenden Ergebnis verbunden war, nicht weiter gehen wollte und dass sie gern vom Vertrag zurück treten wollte. Ironischer Weise erklärte ihr der freundliche Mann am Telefon:
“Bevor der Anschluss nicht aktiv ist, können Sie nicht vom Vertrag zurücktreten.” Aha!